Skip to main content

1921BrausH

 

Fragments from the book: Braus H. Angeborene Gelenkveränderungen, bedingt durch künstliche Beeinflussung des Anlagemateriales (1921). The author describes the anatomy, attachment, shape, properties and changes in pathology of the ligamentum capitis femoris (LCF). The text in German. The text in Russian is available at the following link: 1921BrausH.



Quote pp. 523-524.

Eine Besonderheit der Hüftpfanne ist ein Fenster in ihrer Wandung. Der knöcherne Rand, an welchem die Pfannenlippe angeheftet ist, ist nach unten zw breit eingeschnitten, Incisura acetabuli (Abb. 90). Die Pfannenlippo ist trotzdem ein geschlossener Ring, weil die genannte Lücke durch ein Band, Ligamentum transversum acetabuli. überbrückt wird und weil die Pfannenlippe auf dieses Band fortgesetzt ist (Abb. 258). So ist der ventil artige Abschluß des Pfannenrandes gegen den Schenkelkopf gewahrt und trotz dem der Eintritt eines Bandes in den Innenraum des Gelenkes durch das Fenster unterhalb des Bandes möglich. Das Pfannenfenster wird umrahmt von der Incisura acetabuli und dem Ligamentum transversum. Das Bind im Innorn des Hüftgelenkes heißt Ligamentum teres femoris. Es ist nicht rund, wie sein Name vermuten läßt, sondern platt, dreikantig. Die Fossa acetabuli am Boden der Hüftpfanne, welche nicht vom Knorpel überzogen ist, ist mit Fett ausgepolstert; in dieses Polster ist das Ligamentum teres eingebettet. So wird die Rundung des Schenkelkopfes durch das zwischen Kopf und Pfanne eingelagerte Band nicht beeinträchtigt. Als Führungsflächc für den Schenkelkopf bleibt eine sichelförmige Fläche reserviert, welche allein überknorpelt ist, Facies lunata. Sie genügt, um ein exaktes Gleiten zu sichern, ähnlich wie beim Atlas nur Teile der elliptischen Gelenkfläche für den Schädel übrig sind, weil dort Platz für das Rückenmark tmd den Zahn des Epistropheus aus gespart wird (Abb. 72). 

 

Abb. 258 Hüftpfanne, Die Kapselwand ist durch einen Kreisschnitt durchtrennt und das Pfannenband qiuer durchschnitten. Das Gefäß im Canalis obturatorius ist die Arteria obturatoria mit dem Raums anterior (medial) und R. posterior (lateral). Von letzterem geht die Arteria acetabuli in das Pfannenfenster.

 

Nur die Insertionsstelle des Bandes am Femur ist vertieft, Fovea capitis (Abb. 260), aber die Grube ist beim nichtmazerierten Knochen durch das Band selbst ausgefüllt. Das Lig. teres entspringt zweizipfelig vom Ligamentum transversum und vom Rand der Incisura acetabuli. Wie der Darm mit der Leibeshöhlen wand durch das Mesenterium verbunden ist (Abb. 9), so zieht es von der Gelenkwand zum Schenkelkopf. Die Intima, welche die Innenwand der Gelenkkapsel austapeziert, umkleidet auch das ganze Ligamentum teres und das Fettpolster in der Fossa acetabuli , ähnlich wie das Peritonaeum in der Bauchhöhle die Wandung und die Mesenterien überzieht. Man kann bei einem Reptil, bei welchem der Überschenkel wagerecht vom Körper absteht (Abb. 152 a) und noch kein Ligamentum teres vorhanden ist, künstlich eine Falte der Gelenkkapsel in die Gelenkspalte hineintreiben, indem man den Überschenkel adduziert und nach unten unter den Körper bringt, wie. es bei den Vögeln und den Säugetieren geschehen ist (Abb. 152b). Ähnlieh hat in der historischen Entwicklung die Umbildung der Extremität zu einem Kniehebel dazu geführt, daß ein Teil der Kapsel zu einem intrakapsulären Ligament wurde. Das Band liegt allerdings bei menschlichen Embryonen, sowie es sichtbar wird, bereits innerhalb des Gelenkes. Aber bei manchen Säugerembryonen (z. B. Tapir) ist es als mesenterienartige Platte mit der Kapsel breit in Verbindung und wird erst nachträglich zu einem freien Band wie beim Menschen. Als Best davon hat es beim Menschen außer den beiden oben genannten Ursprüngen sehr häufig nocli einen dritten Ursprung von der Kapsel selbst.

Die Korrelation zwischen der allgemeinen Form des Hüftgelenkes und dem Bestehen eines Ligamentum teres beruht höchstwahrscheinlich auf folgendem, Die Kapselinsertion muß bei einem Nußgelenk weiter distal rücken als bei einem Kugelgelenk, weil die Pfanne bei ersterem mehr von der Oberfläche des Kopfes umfaßt und weil trotzdem von der Kapsel nichts verloren gehen darf, um Spielraum genug für die Beweglichkeit des Gelenkes zu lassen. Die Kapsel nickt also in toto distalwärts (Abb. 261 b). Dadurch kommt von selbst die knorplige Epiphysenplatto mehr in das Innere des Gelenkraumes zu liegen. Allerdings ist während der Hauptverknöcherungsperiode der Epiphysenknorpel auch von der Diaphyse aus mit Gefäßen durchzogen (Abb. 259). Aber später ist die Epiphysenscheibe gefäßarm. Da Ästchen der Arteria acetabuli innerhalb des Pfannenbandes verlaufen und mit ihm den Kopf erreichen (Abb. 258), so existiert hier ein Kollateralkreislauf, der für den Kopf den Wert einer doppelten Sicherung hat. Es ist anzunehmen, daß Konflikte mit der Ernährung des Gelenkkopfes durch die distale Verschiebung der Kapsel entstanden wären, falls nicht die zufällige Möglichkeit bestanden hätte, den Kopf unabhängig von der Diaphyse und dem Periost ausgiebig zu ernähren. Die invaginierte Kapselfalte, die in den Gelenkraum hineingerät und zum Pfannen band wird, ist dazu geeignet. Sie ist eine, der biologischen Voraussetzungen dafür, daß ein so festes und doch bewegliches Nußgelenk wie das Hüftgelenk entstehen konnte und bereits für den aufrechten Gang zur Verfügung war, als er von den Vorfahren der Menschen erworben wurde.

Bei manchen Säugern ist das Lig. teres zurückgebildet, aber in der embryonalen Entwicklung noch nachweisbar (z. B. beim Igel). Auch beim Menschen kann es durch eine leere Intimafalte. ersetzt sein oder ganz fehlen, besonders häufig bei Mißbildungen (kongenitale Luxation). Die Gefäße im Innern können, ehe sie den Gelenkkopf erreichen, umbiegen und rückläufig werden. Es geht daraus her vor, daß der Kopf auch bei jugendlichen Individuen nicht ausschließlich durch das Ligamentum teres ernährt wird. Bei intrakapsulärem Bruch des Schenkel halses (sog. „Decapitatio") ist der Kopf lediglieh auf die Blutzufuhr durch das Ligamentum teres angewioson. Bei jugendlichen Individuen heilen solche Brüche (Epiphysenlösungen) häufig glatt, bei alten Leuten allerdings fast nie, da sich die Gefäße, falls sie obliteriert sind, nicht neu zu bilden scheinen. Für Greise werden sie häufig die indirekte Ursache des Todes, weil durch die erzwungene Körperruhe Lungen erkrankungen hinzukommen. Aber auch dann ist der Kopf bei der Sektion selten in Zerfall. Sein Blutbedarf ist sehr gering. Das gleiche wissen wir von überlebendem Knochenmaterial, das zu Transplantationen benutzt wird und außerhalb des Körpers oder an der Implantationsstelle lange am Leben bleiben kann.

Über die mechanische Bedeutung des Ligamentum teres siehe S. 528.

Der Luftdruck setzt sich durch das Pfannenster auf das Fettpolster am Boden der Pfanne fort und drängt dieses gegen den Kopf. Ein Zwischenraum zwischen Kopf und Pfanne kann nicht entstehen, weil sofort der Fettpfropf angesaugt und von außer halb des Gelenkes durch die Incisura acetabuli nachgeschoben wird. Für die Wir kung des Luftdruckes auf den Zusammenhalt der Gelenkflächen kommen nur die Facies lunata und das Labrum glenoidale in Rechnung. Die Blutzirkulation im Ligamentum teres wird infolgedessen nicht durch den Luftdruck behindert. Bei pathologischen Ergüssen in das Gelenk kann der Exsudationsdruck den Luftdruck überwinden und die Kontaktflächen auseinanderdrängen. Das betreffende Bein ist dann scheinbar länger.

Die knöcherne Pfanne hat außer der Incisura acetabuli noch kleine Uneben heiten ihres Bandes. Es sind leichte Buchten an den Stellen, wo die Kompo nenten des Hüftknochens zusammenstoßen. Sie werden durch den faserknorpeligen Randstreifen ausgeglichen, ebenso Unregelmäßigkeiten der Facies lunata durch den Belag aus Hyalinknorpel. Da der Pfannengrund aus den drei Hauptknochen und dem Os acetabuli aufgebaut wird (Abb. 225 c), so können in seltenen Fällen zeitlebens an den ehemaligen Knorpelfugcn Stellen geringeren Widerstandes bestehen, wie der Durchbruch eitriger Prozesse des Hüftgelenkes in das Becken und umgekehrt lehrt. Vor dem 18. Lebensjahr sind die Knochen durch pathologische Prozesse leichter voneinander lösbar als später, weil bis dahin die Knorpelfugen nicht ver knöchert sind.

 

Quote p. 527.

Bei der distalen Verschiebung der Gesamtkapsel (Abb. 261) sind gefäßhaltige Teile der Kapsel, Ligamenta cervicis (s. Retinaknla), erhalten geblieben. Einzelne Gefäße dringen unter dem Kapselansatz hindurch sogar bis zur Epiphysenfuge vor. Die meisten Gefäßlöcher liegen aber extrakapsulär auf der Hinterseite des Schenkelhalses.

Der Kapselansatz hat sich sekundär vom Knochen auf das Ligamentum transversum zurückgezogen und läßt mit seinem Ursprung die Incisura acetabuli frei. Am Ligamentum transversum ist er manchmal wie am Schultergelenk breit mit der Pfannenlippe verlötet (Abb. 260). In allen Fällen bleiben die Gefäße des Ligamentum teres rein extrakapsulär und gleichen auch darin den extra- oder retroperitonaealen Mesenterialfalten in der Bauchhöhle.

 

Quote pp. 528-529.

c) Verstärkungsbänder des Hüftgelenkes.

Die Kapsel setzt sich zusammen aus der Intima, welche zu innerst den ganzen Kapselraum auskleidet, und aus einer Fibrosa, welche nach außen zu die Intima überdeckt und verstärkt. Außerdem sind besonders starke Ver stärkungsbänder in die Fibrosa eingewebt. Die zwischen ihnen freibleibenden Teile der Kapsel sind dünn und manchmal buchtig, Recessus. Bei pathologischen Ergüssen oder künstlichen Injektionen quellen die Recessus vor, sind aber in der Norm schlaff und leer. Die normale Gelenkschmiere, Synovia, besteht nur aus soviel schleimiger Flüssigkeit, wie nötig ist, um die Knorpelflächen schlüpfrig zu erhalten. Der Gelenk,,räum" ist auch hier nur potential vorhanden. Normal ist er eine kapillare Spalte. Aber unter dem Druck von pathologischen Exsudaten oder künstlichen Injektionsmassen kann jederzeit die dem Skelett angeschmiegte Kapselwand abgehoben und, wenn der Druck genügend steigt, die Spalte zwischen den überknorpelten Gelenkflächen so weit ausgeweitet werden, daß wirklich ein „Raum" entsteht.

Das Mittelalter hat die praktische Probe darauf gemacht, wie stark die Verstärkungsbänder am Lebenden sind. Bei der Vierteilung von Verbrechern soll die Kraft von vier starken Pferden nicht genügt haben, das Hauptverstärkungsband, Lig. üiofemorale, zu zerreißen. Bei der Leiche wurde in einem Fall seine maximale Tragkraft (Zugfestigkeit) auf 350 Kilo bestimmt. Die Achillessehne trägt gegen 400 kg.

Ligamentum teres

Die Verstärkungsbänder der Hüftgelenkskapsel werden eingeteilt in Außen- und Innenbänder, extra- und intrakapsuläre Ligamente. Zu den letzteren gehört nur das Ligamentum teres femoris (Abb. 260), welches wegen seiner Beziehungen zur Gesamtform des Gelenkes oben bereits beschrieben wurde (S. 523). Für den Zusammenhalt der Gelenkflächen kommt es nicht in Betracht, da es erst gespannt wird, wenn der Kopf die Pfanne bereits verlassen hat (Luxation). Es ist fraglich, ob es als Hemmungsband für extreme Bewegungen im Hüftgelenk des Menschen von Bedeutung ist. Seine Tragkraft schwankt zwischen 15 und 75 kg.

Das Band liegt so, daß es bei starker Vorhebung des Oberschenkels dessen äußerste Adduktion und Außenrotation hemmen könnte. In dieser Stellung ist das Ligamentum iliofemorale (siehe unten) erschlafft und unwirksam. Es ist an der Leiche gelungen, das Lig. teres durch forcierte Bewegungen in der genannten Richtung zu zersprengen, ohne daß Außenbänder zerrissen. Auch bei rein knorpligen gefäßloson Gelenkköpfen (Schultergelenk der Unke) kommt ein intrakapsuläres iig. teres vor; die nutritorische Bedeutung (S. 524) ist also nicht die einzige. Nicht ohne Wichtigkeit für das geräumige Hüftgelenk mag sein, daß die Ausscheidung der Synovia durch die vergrößerte Intima, welche das Band überzieht, begünstigt wird, und daß es die Synovia im Gelenkraum gleichmäßig vertreibt und verteilt. 

Abb. 260. Frontaler Sägeschnitt dureli die Mitte des Hüftgelenkes. Normalstellung des Beines. Vordere Hallte des Gelenkes von hinten. Epiphysenlinien verknöchert. Der Schenkelsporn ist nicht getroffen, wohl die Tragleiste, welcher er aufsitzt. Die Kapselfalte in dieser Stellung ist typisch.

 

Zona orbicularis

Von den vier Außenbändern nenne ich zuerst das Ringband, Zona orbicularis. Es legt sich wie ein enger Kragen um die dünnste Stelle des Schenkelhalses. Die Fasern springen am stärksten nach innen zu gegen die Intima vor (Abb. 260) und sind von da aus am leichtesten zu finden. Läßt man die losgelöste Kapsel zwischen den Fingerkuppen durchgleiten, so fühlt man das verdickte Ringband deutlich. Von außen ist das Band durch die übrigen drei Verstärkungsbänder fast ganz verdeckt. Es ist an der Leiche nicht immer leicht zu präparieren, weil es am wenigsten scharf begrenzt ist, besonders an der Vorderfläche der Kapsel (deshalb der Name „Zona" statt „Ligamentum"), und weil es mit den übrigen Außenbändern durch gemeinsame Bündel verbunden ist. Die letzteren sind ein wichtiger Tragapparat für das Ringband, welcher dessen Abstand vom Pfannenrand feststellt. Der Schenkelkopf ist durch die Zona orbicularis wie durch ein Knopfloch hindurchgesteckt. Er ist frei in ihr drehbar, kann aber die Pfanne nicht verlassen, solange das Knopfloch nicht einreißt oder im ganzen von der Pfanne losgerissen wird (Tragapparat). Neben der Pfannenlippe (1.) und der Luftdruckwirkung (2.) stellen wir hier eine neue Einrichtung (3.) fest, welche den Kontakt von Pfanne und Kopf sichert und die Muskulatur entsprechend entlastet.

Die drei übrigen Außenbänder sind die eigentlichen Hemnnuigsbänder, welche den Bewegungen des Gelenkkopfes in der Pfanne eine bestimmte Grenze setzen. Jedes entspringt an einem anderen der drei Teile des Hüftknochens. 

 

Quote p. 538.

b) Der Verkehrsraum des Hüftgelenkes.

Das distale Ende des Femur beschreibt eine Kugel schale, in deren Zentrum der Drehpunkt des Schenkelkopfes liegt, Bahnkugel (Abb. 270). Zeichnet man mit dem distalen Ende des Femur alle Extrem lagen wie mit einem Schreib hebel auf die Innenfläche des Globus auf, so bekommt man die Grenzlinie für den Ver kehrsraum des Gelenkes. Inner halb der Grenzlinie ist jeder be liebige Punkt für das distale Femurende erreichbar. Die gezeichnete Grenzlinie kann nur erreicht werden, wenn die spiralige Drehung der Bänder des Hüftgelenkes abgewickelt und die Bänder entspannt sind, wozu für jede Stellung eine bestimmte Rotationsstellung des Oberschenkels gehört. Sie ist in die

Grenzlinie eingetragen durch Pfeile, welche in der Richtung der beiden distalen Kondylen des Femur stehen. Die Spitzen der Pfeile zeigen in der Gleichen Richtung wie der Condylus medialis, geben also auch die Richtung des Schenkel kopfes für jede Extremstellung an. Die Bänder, welche das Femur verhindern, den Verkehrsraum des Gelenkes zu überschreiten, können wie Anschläge auf gefaßt werden. Die Marke für das Lig. iliofemorale beispielsweise bezeichnet die Seite und die Strecke der Grenzlinie, an welcher das Band als Anschlag wirkt (es ist nicht die Lage des Bandes gemeint; diese ist gerade entgegen gesetzt). Die Blockierungslinien für die anderen Hemmungsbänder sind ebenso eingezeichnet. Außerdem ist die Muskulatur eine wichtige Bremse, welche beim Lebenden gewöhnlich keine maximalen Ausschläge zuläßt, sondern all seitig hemmt, bevor die Grenze der im Gelenk möglichen Bewegungen er reicht ist.

 

Abb. 270. Bahnkugel mit Verkehrsraum des rechten Hüftgelenkes. Grenzlinie beim Bänderpräparat mit ausge zogener Linie, beim Muskel präparat mit punktierter Linie. Globus durchsichtig gedacht. Der Äquator der Kugel entspricht dem zur Horizontalen vorgehobenen Oberschenkel, der untere Poldem senkrecht stehenden Bein (Nonnulstellung). Nach Ermitt lungen von HStrasser umgezeichnet.

 

Quote p. 539.

Auch beim Muskelpräparat ist der Verkehrsraum des Hüftgelenkes einge schränkter als beim Bändorpräparat, weil der passive Widerstand vieler Muskeln früher hemmt als die Bänder. Die Blockierung nach oben zu ist durch Muskeln auf der Hinterseite des Hüftgelenkes bewirkt (Glutaeus maximus u. a.), nach innen zu durch Muskeln auf der Außenseite des G-elenkes (Glutaeus medius, minimus u. a. ; vgl. die Richtungslinien der Abb. 246). Die Verteilung an der Leiche ist so, daß nach oben und innen zuerst die Muskelhemmung und dann die Bandhemmung überwunden werden muß, ehe der Verkehrsraum überschritten werden könnte, daß nach unten und außen beide Blockierungen gleichzeitig gesprengt werden müßten. Die Erfahrung lehrt, daß der schwache Punkt dieser Konstruktion oben und außen liegt, offenbar, weil hier zwischen den schwächsten Bändern, dem Ligamentum teres und L. pubocapsulare, die Blockade nicht immer genügt. Die Hemmungs muskeln für die Außenseite, die Adduktoren, die lang und dehnbar sind, versagen zuerst. Nach dieser Seite zu, d. h. in Abduktionsstellung, ereignen sich fast alle Hüftgelenksverrenkungen. Die Kapsel reißt nach unten zu ein. 




External links

Braus H. Anatomie des menschen; ein lehrbuch für studierende und ärzte. 1. bd. Bewegungsapparat. Berlin: J. Springer, 1921. archive.org

 

Authors & Affiliations

Hermann Braus (1868–1924) was a German anatomist, a professor of comparative zoology at the University of Heidelberg and of anatomy at the University of Würzburg. wikipedia.org

 

Keywords

ligamentum capitis femoris, ligamentum teres, ligament of head of femur, anatomy, pathology, role, attachment, shape, properties, absence, blood supply



NB! Fair practice / use: copied for the purposes of criticism, review, comment, research and private study in accordance with Copyright Laws of the US: 17 U.S.C. §107; Copyright Law of the EU: Dir. 2001/29/EC, art.5/3a,d; Copyright Law of the RU: ГК РФ ст.1274/1.1-2,7


                                                            


Comments

Popular posts from this blog

LCF in 2026 (May)

LCF in 2026 (May )  (Quotes from articles and books published in May   2026 mentioning the ligamentum capitis femoris)   Kim, P. S., Kang, C., Lee, J. K., & Hwang, J. M. (2026). Hip arthroscopy to treat symptomatic paralabral cysts: a retrospective analysis of clinical outcomes. Arthroscopy and Orthopedic Sports Medicine , 13 (1), 27-34.     [i]     e-aosm.org   Ko, H. Y. (2026). Vascular Anatomy of the Extremities and Lungs. In Practical Functional Anatomy for Spinal Cord Injury Rehabilitation: A Guide for Physiatrists and Rehabilitation Specialists (pp. 191-223). Singapore: Springer Nature Singapore.      [ii] link.springer.com   Aiba, H., Yamaguchi, M., Kimura, H., & Murakami, H. (2026). Advances in limb-salvage surgery and reconstruction for pediatric bone and soft tissue tumors. Frontiers in Pediatrics , 14 , 1817788.      [iii]     pmc.ncbi.nlm.nih.gov   Bajwa, A., Villar, R., ...

1851HyrtlJ

  The author expresses a classic view on the functions of the ligamentum capitis femoris (LCF): a conductor of blood vessels and a limiter of adduction of the femur. J. Hyrtl believed that it was impossible to completely dislocate the hip without tearing the LCF. Hyrtl J. Lehrbuch der Anatomie des Menschen, mit Rücksicht auf physiologische Begründung und praktische Anwendung. Wien: W. Braumüller, 1851. [fragment] Quote p. 265 In der Höhle des Gelenks liegt das runde Band des Schenkelkopfes (Lig. teres), welches an der Incisura acetabuli entspringt, und bei richtiger Neigung des Beckens, senkrecht zur Grube des Schenkelkopfes aufsteigt. Es beschränkt dieses Band die Zuziehung des Schenkels, und schreibt zugleich den durch die Incisura acetabuli eindringenden Blutgefässen den Weg vor, den sie zum Oberschenkelkopfe zu nehmen haben. Da das Band, wenn es in die Höhle des Gelenkes vorragen würde, durch Reibung viel zu leiden hätte, so...

1730CheseldenW

  Fragments from the book Cheselden W. The Anatomy of the Human Body (1730). The author draws attention to the role of ligamentum capitis femoris (LCF) in counteracting hip dislocation and maintaining the femoral head in the joint. The work notes that the LCF is “powerful” and “short” - “about two inches” i.e. approximately 5 cm! This error will be corrected  in a subsequent treatise  ( 1733CheseldenW ) .   Quote pp. 43 - 44 Chap. VII. Of the Ligaments At the upper part of the articulation of the Os Femoris and Os Innominatum, is a strong ligament of great consequence; it contributing very much to preserve that joint from being luxated by the weight of the body. And from the lower edge of the Acetabulum of the Os Innominatum, runs a ligament to the middle of the head of the Os Femoris, about two inches long (which the Motion in this joint requires) called Teres, or Rotundum, whose use is to prevent the Os Femoris from being luxated upwards, but down wards it will le...

2019(a)ArkhipovSV_SkvortsovDV

  Ligamentum capitis femoris: first written mentions  S.V. Arkhipov,  D.V. Skvortsov SUMMARY   Background. A ligamentum capitis femoris (syn. ligamentum teres) is one of the least studied anatomical structures. We know little about its role in the musculoskeletal system, and even less about its first written mentions. Purpose. This article is intended to clarify who and when first described the connection of the head of the femur in the medical literature, and to provide a hypothesis about its first mention in the history of mankind. Material and methods. We reviewed the oldest written sources available to us, covering the anatomy of the hip joint and ligamentum capitis femoris. Conclusion. The first description of the ligamentum capitis femoris in the medical text is given by Hippocrates of Kos in the treatise Instruments of Reductions (V-IV century BC). According to our hypothesis, the first in the history of mankind to mention a ligamentum capitis femoris, is cont...

16th Century

  16th Century Catalog of archived publications of the specified period        1500-1509 1510-1519 1510Leonardo_da_Vinci  In the drawing, a uthor  depicted the distal fragment of the LCF. 1520-1529 1521Berengario da CarpiJ  The author comments on the treatise by Mondino de Luzzi, describes the form, role and symptoms of LCF damage.  1527BenedettiA  The author explains the origin of the rare synonym of LCF – ischion.    1530-1539 1540-1549 1541MondinoL_DryanderJ  An early description of the anatomy and role of the LCF is presented.  1541PolluxJ  In Greek the author calls LCF «ἰσχίον», and the translator designates the concept of «ligament/sinew» with the term «neruus». 1543(a)VesaliusA  The author describes the anatomy, attachment, properties and role of LCF, also interprets its synonyms.  1543(b)VesaliusA  The author describes the attachment and shape of the LCF.  1544GuidiG  The author p...

Signet ring

   Signet ring , bas-relief – Jacob wrestling with an angel.  Variant of depicting the  circumstances and mechanism of the ligamentum capitis femoris (LCF) injury based on the description in the Book of Genesis:  25 And Ja cob was left alone; and there wrestled a man with him until the breaking of the day. 26 And when he saw that he could not pre vail against him, he struck against the hollow of his thigh ; and the hollow of Jacob's thigh was put out of joint, as he was wrestling with him. … 33 Therefore do the children of Israel not eat the sinew which shrank, which is upon the hollow of the thigh, unto this day; because he struck against the hollow of Jacob's thigh on the sinew that shrank.  ( 1922LeeserI , Genesis (Bereshit) 32:25-26,33) More about the plot in our work:  Ninth month, eleventh day   ( 2024 АрхиповСВ. Девятый месяц, одиннадцатый день ).     https://www.familysealrings.com/Faith-Rings.html Signet ring , bas-relief – Ja...

Human Children. Retelling of Chapter 1

      Short retelling of chapter 1 of the essay: Arkhipov S.V. Human Children: The Origins of Biblical Legends from a Physician's Perspective. Joensuu: Author's Edition, 2025. [In Russian]  Chapter 1. THE BEGINNING OF THE WORLD The Bible stands as a remarkable testament to religious and philosophical thought, passed down through the ages with minimal alterations. At its core lies a collection of texts rooted in the sacred writings of Jewish and Samaritan traditions, known as the Torah, meaning "Law" or "Teaching." In its narrowest sense, the Torah comprises the first five books of the Hebrew Bible, collectively called the Tanakh—an acronym derived from the Hebrew terms for "Law/Teaching" (Torah), "Prophets" (Nevi’im), and "Writings" (Ketuvim). Beyond this Written Torah, there exists an Oral Torah, which includes the Mishnah, Talmud, and Midrash, offering interpretations and expansions of the written texts. The Written Torah it...

1877MorrisH

An excerpt from the article by Morris H. Dislocations of the Thigh: their mode of occurrence as indicated by experiments, and the Anatomy of the Hip-joint (1877, pp. 161-170). The author noted that the ligamentum capitis femoris (LCF) is stretched during flexion, adduction, and external rotation. It was found that the LCF is always damaged in hip dislocations, is more often torn from the femur, and is rarely ruptured. Discussion of article see article 1877BrookeC .   DISLOCATIONS OF THE THIGH: THEIR MODE OF OCCURRENCE AS INDICATED BY EXPERIMENTS AND THE ANATOMY OF THE HIP-JOINT. BY HENRY MORRIS, M.A., M.B., F.R.C.S., ASSISTANT SURGEON TO, AND LECTURER ON ANATOY1 AT, THE MIDDLESEX HOSPITAL. Received January 9th-Read February 13th, 1877. RECENTLY, whilst making various dissections of the hip-joint, the usually accepted doctrine that dorsal and ischiatic dislocations of the femur occur when the thigh is in a position of adduction appeared to me as very improbable, on anatomi...

1849QuainJ

  Fragments from the book by Jones Quain (fifth edition): Elements of anatomy Vol. 1 (1849), the first edition was published in 1828. The author writes about the anatomy of the ligamentum capitis femoris (LCF) and mentions synonyms.   Quote p. 278 THE HIP-JOINT. This is a true ball-and-socket joint, in which the globular head of the femur is received into the acetabulum or cotyloid cavity. The articulating surfaces are covered by cartilage in the greater part of their extent. It is deficient, however, at the bottom of the cavity, and also a little beneath the central point of the head of the femur; the latter marking the insertion of the round ligament, the former a shallow fossa for the lodgment of the structure which has been called the synovial gland. The connecting means in this articulation are three ligaments, viz. a capsular, cotyloid, and interarticular ligament, together with a synovial membrane. Fig. 147. Ligaments of the pelvis and hip-joint. The view is t...

18th Century

  18th Century Catalog of archived publications of the specified period        1700-1709 1705PetitJL  The author writes about anatomy, role, and damage of the LCF in hip dislocation.  1705RuyschF  The author  describes the anatomical preparation containing the LCF, notes its areas of attachment, geometric and mechanical properties.  1706PolluxJ   The author refers to LCF as "νεῦρον" and also points out the synonym "ἰσχίον". 1709PetitJL   The author discusses the anatomy, role and damage of the LCF in hip dislocation, and also mentions the principle of treatment.  1710-1719 1715MunnicksJ   The author describes the attachment, shape, role of the LCF, and discusses subluxation of the hip. 1717HermannD  The author indicates the distal area of attachment of the LCF and uses a rare synonym. 1720-1729 1720RuyschF  The author draws attention to the well-developed blood supply of the acetabular fossa, as well as the ...