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1880SchusterH

 

The article discusses the embryonic development of the ligamentum capitis femoris (LCF) in humans and individual animals. The text is prepared for machine translation using a service built into the blog from Google or your web browser. In some cases, we have added links to quotations about LCF available on our resource, as well as to publications posted on the Internet.

 

Zur Entwicklungsgeschichte des Hüft- und Kniegelenkes.

Von Dr. H. Schuster in Wien.

(Hiezu Taf. XVI, XVII.) 

Die Frage der Gelenksentwicklung in ihrer heutigen Form und Fassung gestattet wohl schon eine fragmentarische Behandlung einzelner Acte der embryonalen Gelenksbildung. Sieht man hierbei ab vom typischen Entwicklungsgang der Skeletgliederung, als von einer bis heute nicht endgiltig gelösten und nur durch die Histogenese zu beantwortenden Frage, so befinden wir uns schon auf dem durch Henle (1855) und Luschka (1) geschaffenen, von Reyher und Henke (2) weiter bearbeiteten Boden.

Die Arbeiten v. Baer's (3) Rathke's (4) und Bruch's (5) liefern für unseren begrenzten Arbeitsstoff nur wenige Anhaltspunkte. 

1) „Die Halbgelenke“ etc. 1858.

2) „Studium über Entwicklung der Extremitätendes Menschen, insbesondere der Gelenkflächen“. Sitzgb. der k. Akademie der Wissenschaften. LXIX. Bd. III. Abth. 1874.

3) Ueber Entwicklungsgeschichte der Thiere“. I. und II. Theil Königsb. 1828 und 1837.

4) Entwicklungsgeschichte der Wirbelth“. Entwicklungsgesch. der Schildkröten". Braunschw. 1848. „Untersuchungen über d. Entwicklung und Körperbau d. Krokodile". „Entwicklg. d. Natter". Königsb. 1839.

5) „Beiträge z. Ent. d. Knochensystemes“. N. Denkschr. d. schweiz. Ges. f. d. ges. Naturwiss. Zürich 1852 Bd. XII. 

Erst durch Luschka's Beobachtungen an den letzten Zehengelenken, namentlich der fünften Zehe menschlicher Embryonen, gelangen wir zur Kenntniss einer die primordialen, knorpeligen Skelettheile verbindenden Zwischenzone - als Trennungs- und Bindemittel der primordialen Gelenkskörper. Die Eintheilung der Gelenke in solide, hohle und Halbgelenke ist eben nur eine Uebertragung und Durchführung, von der Embryologie entnommenen Thatsachen.

Henke und Reyher geben bei der Beschreibung der Zwischensubstanzen an: „dass sich zwischen den ersten Interphalangealgelenken durch Pikrocarmin gelbfärbende Scheiben finden, während an den zweiten und dritten Interphalangealgelenken die einzelnen Gliedabschnitte durch roth gefärbte Linien von einander getrennt sind.“ – Sie halten „diese intensiven Roth- und Gelb farbungen für den Ausdruck des Grades der histologischen Sonderung, der Entwicklung von Knorpel und das Auftreten von Intercellularsubstanz.“

Nachdem man es versuchte, diese zumeist an den kleinen peripherischen Gelenken der Extremitäten gemachten Beobachtungen auf die grossen Hohlgelenke mit complicirterem Bau zu übertragen, blieb die Entstehung vieler diese Gelenke charakterisirenden Gebilde bis heute unaufgeklärt.

Die Zwischenzonen der grossen Hohlgelenke, bieten aber in Bezug auf Anlage, fortschreitende Entwicklung und ihr Verhalten zur unmittelbaren Umgebung, wohl zu berücksichtigende Verschiedenheiten.

In Folgendem soll die Entwicklungsgeschichte des intraarticularen Bandapparates des Hüft- und Kniegelenkes, ferner die Bildung des Limbus cartilagineus der Pfanne und der Cartilagines falcatae der Tibiacondylen ihre Erörterung finden. Das Untersuchungsmaterial war: Kaninchen-Embryonen vom 12.-18. Tage, Mäuse- und Schweins-Embryonen von 1.3 und 1.5 Ctm. Länge entnommen. Ferner boten sich uns menschliche Früchte von ungefähr 2.2 Ctm. Länge als ein willkommenes Materiale für unsere Untersuchungen. Der Embryo wurde durch Dorso-Ventralschnitte zerlegt; bald völlig horizontal bald mehr diagonal verlaufend, enthielten sie demnach grössere oder geringere Kopf- und Pfannenabschnitte. Senkrechte Schnitte, welche durch Darm- und Sitzbeinanlage durch Femur und Tibia gingen, wurden derart angelegt, dass man die vollständige Reihenfolge derselben erlangte. – Sie wurden theils ungefärbt, theils nach vorgängiger Carmin- oder Eosinfärbung, in Glycerin oder Damarlack eingeschlossen und der Untersuchung unterzogen.

Vorerst wollen wir das Verhalten dieser primitiven die einzelnen Skelettheile verbindenden Masse, wie sie sich uns am Hüftgelenke präsentirt, berücksichtigen, und alsdann den eigenthümlichen Wandlungen derselben folgen.

An Kaninchenembryonen vom 12.-15. Tage, sehen wir das Hüftgelenk deutlich differenzirt, in einen der Syndesmose vergleichbaren Zustande. Wir sehen den Raum zwischen der schwachen Concavität der Pfanne und dem primären Kopfe von einem Gewebe ausgefüllt, welches sich überall durch seine tiefe Carmintinction von der übrigen Skeletanlage (Fig. II Z) unterscheidet. Bei starker Vergrösserung betrachtet sind es in der ersten Zeit runde, schwach granulirte, dichtgedrängte Zellen, ohne Intercellularsubstanz, analog denen der ersten Substanzanlage der Extremitäten. Die Zahl der Zellenreihen dieser Zwischensubstanz ist gegen den unteren und vorderen Abschnitt des Gelenkes, in der Nähe der Fossa acetabuli am mächtigsten, die schmalste Zone fällt zwischen Kopf und hintere Pfannenwand (Fig. I und II), was dem bei der Entwicklung der Extremitäten eingenommenen Flexionswinkel entspricht. -- Daher ist auch der Zusammenhang der Zwischenzone des Hüftgelenkes mit den nächsten die Substanzanlage der Extremität bildenden Zellen, in der Gegend der hinteren Pfannenwand auf ein schmales Gebiet beschränkt, während nach vorn und namentlich nach unten die niedrigen Wandungen der flachen Pfanne breite Verbindungen zulassen.

Der continuirliche Uebergang dieser Zellen in die primordialknorpeligen Gelenksanlagen einerseits, andererseits in die perichondrale Bekleidung der knorpeligen Skelettheile, ist trotz der frühzeitigen Höhergestaltung der letzteren zu dichtem fibrillärem Bindegewebe leicht nachweisbar.

An den den Gelenksenden nahen Abschnitten des Perichondriums sind an der innersten Schichte mehrere Lagen von Bildungszellen erkennbar. Dies ist noch zu einer Zeit der Fall, wo die diaphysären Umhüllungen sich durchaus als faseriges Bindegewebe präsentiren.

Das Acetabulum ist auffallend flach und besitzt verschieden grosse Krümmungsradien. – Die schon in diesem Stadium sehr breite, mächtig vorspringende hintere Pfannenwand (Fig. I H) gibt ihr die nöthige Tiefe, um den convexen Schenkelkopf bergen zu können. – Der Pfannenboden wird durch wohlcharakterisirtes Knorpelgewebe mit sowohl senkrecht als auch parallel zur Krümmungsoberfläche gestellten Knorpelzellen gebildet. – Das Vorhandensein der Knorpelfuge, welche einer Zusammensetzung des Hüftbeines aus den bekannten drei Theilen entspricht, konnte von keinem der bisherigen Beobachter festgestellt werden.

Bei einem von mir untersuchten menschlichen Embryo von 2 Ctm. Länge (in Fig. II Kf) konnte das Vorhandensein der Knorpelfuge unzweifelhaft constatirt werden. – Von den bei der Pfannenbildung concurrirenden drei Knochen fiel nur die Darm-Sitzbeinanlage in die etwas schiefe Schnittrichtung, man sieht die beiden getrennt durch die zwischenliegenden Bildungszellen der Zwischenzone (Z in Fig. II).

Die grosse Zahl der untersuchten Säugethierembryonen liess diesen Befund stets vermissen. – Aus dieser vereinzelten Beobachtung einer Knorpelfuge am embryonalen menschlichen Becken, erhalten wir die Anlage und Entwicklung betreffend, nur ungenügenden Aufschluss. Dieser Befund lässt aber mit Sicherheit constatiren, dass es die Elemente der Zwischenzone sind (Fig. II Z), welche sich an der Bildung der Knorpelfuge betheiligen, während die innere perichondrale Bekleidung des knorpeligen Darmbeines (Fig. II Pi) von der Bildung ausgeschlossen bleibt.

Besondere Erwähnung verdienen die an den Knäufen des Tuber ischii und der Crista ilei (Fig. I B B) vorfindlichen, dichten Anhäufungen von undifferenzirtem Bildungsgewebe und der allmälige Uebergang desselben zu Knorpel- und Sehnengewebe. Die innere zu dieser Zeit der Entwicklung schon als Perichondrium anzusprechende Bekleidungsschichte (Fig. I Pi) des Darmbeines ist vom Knorpel schärfer abgegrenzt als die äussere.

Der convexe Femurkopf zeigt eine bedeutende Abflachung (Fig. III) an der Stelle des Umbo und eine rinnenförmige Vertiefung (Fig. IV R) im Verlaufe des Lig. teres. – Schenkelhals und Trochanteren (S Fig. III und IV) sind in entsprechender Grösse vorhanden. In gleicher Weise, wie oben erwähnt, findet sich an beiden Trochanteren und in der Fossa trochanterica die Anhäufung undifferenzirten Bildungsgewebes.

Der primäre Kopf wird aus Knorpelelementen von charakteristischer Anordnung gebildet. Es nehmen wie an anderen späteren Röhrenknochen, so auch am Femur (Fig. IV F) von den Diaphysen her, die Knorpelzellen an Grösse ab und die einzelnen Zellkörper und Kerne stellen sich mit ihrem grösseren Durchmesser quer zur Längsachse der betreffenden Skelettheile, – sowie man die späteren Epiphysengrenzen überschreitet. An der Oberfläche der Gelenkskörper endlich sind ganz platte, spindelförmige Zellformen, deren Verhalten zu den Zwischenzonen näher erörtert werden soll.

Der differente histologische Befund als Ausdruck der fortschreitenden Höhergestaltung an den das embryonale Gelenk constituirenden Gebilden ist sehr auffällig. – Zuerst ist es der continuirliche Uebergang des an der Intercellularsubstanz armen, aus rundlichen und ovalen Bildungszellen bestehenden Gewebes in die primär-knorpeligen Gelenksanlagen und später dieselbe Continuität und Begrenzung durch charakteristische Spindelzellenformen.

Die Zwischenzonen enthalten nämlich das erforderliche Material an Bildungszellen für die Accessionen des primären Gelenkskopfes und der Pfanne; auf Rechnung ihrer Elemente kommt es zur Bildung des bleibenden Knorpelüberzuges der Gelenke. – Diese auch von Reyher und Henke (1) gewürdigte Thatsache vollzieht sich nach einem doppelten, histologisch unterscheidbaren Modus: einmal erscheint eine homogene, hyaline Intercellularsubstanz und die Zellen erhalten allmälig die Form der Knorpelzellen, wobei sich das Gewebe durch Pikrocarmin gelb färbt; ein anderesmal sind es Accessionen platter, spindeliger Zellen von minimalstem Protoplasmagehalt, welche in mehreren Reihen den sphärischen Gelenkskopf oder die Pfanne bedecken. – Es gelang mir an einem Präparate, das einem 18 Tage alten Kaninchen embryo entnommen war, in ähnlicher Weise wie es bei käsiger, tuberculöser Ostitis des Schenkel- oder Humeruskopfes gelingt, den Gelenksknorpel in toto abzuheben – die ganze accessorische Knorpelschichte loszulösen. – Der primäre Kopf und Hals blieb hiebei mit dem Femurschaft, der abgelöste Theil mit dem runden Schenkelband im Zusammenhange.

Die einschlägige Literatur gibt uns über die Entwicklung der intraarticulären Bandapparate keine nach jeder Richtung befriedigende Auskunft.

Die schätzenswerthen Arbeiten Welcker's (2) neben denen Savory's (3), Humphry's (4) und Huxley's (5) geben uns in vergleichend anatomischer Beziehung wichtige Aufschlüsse. – Wir erfahren aus ihnen das Fehlen des Lig. teres bei Pithecus (Orang-Outang), während es bei anderen anthropomorphen Affen, dem Chimpanse in gleicher Weise wie beim Menschen vorhanden ist; es fehlt ferner bei dem Elephanten, Nilpferde und Nashorne. Als ein Beispiel der bleibend sessilen Form des runden Schenkelbandes stellt Welcker den Seehund hin, welcher das mehrerwähnte Band in Form einer von der Kapselwand sich abhebenden, vom Pfannenrande zum Rande des Schenkelkopfes tretenden Falte, besitzt. Savory hingegen erklärt es für fehlend. – Der geburtsreife Tapir americanus besitzt ein Lig. teres, das durch eine mesenteriumartige Falte der Synovial haut an die Kapsel angeheftet ist, jedoch eine feine Perforation in dieser Synovialhaut zeigt, welche Welcker für den ersten Schritt des Freiwerdens ansieht. – ,,Man trifft denn auch beim erwachsenen Thiere ein völlig freies, längs seines ganzen Verlaufes umgreifbares - in dieser Beziehung dem Menschen völlig gleiches – Ligamentum teres“.

1) 1. c.

2) ,,Nachweis eines Lig. teres artic. hum., sowie eines Lig. teres sessile femoris. “ Zeitschr. f. Anat. u. Entw. II. S. 98-107. ,,Zur Anat. d. Lig. teres femoris.“ Jahresb. von Schwalbe und Hoffmann. S. 231-235. „Die Einwand. d. Bicepssehne in das Schultergel., nebst Notiz. über d. Lig. interarticul. hum. u. Lig. teres fem.“ Arch. f. Anat. u. Physiol. Anat. Abth. I. Heft 1878.

3) ,,The use of the lig. Teres of the Hip-joint“. Cambridge Philos.

Soc. The Lancet 23. Mai.

4) „On the Human Skeleton, including the Joints“. Virch. Jahresb. IX. Jahrg. I. Bd. 1874.

5) „Handb. d. Anat. d. Wirbelth.“ Deutsch von Ratzel 1873. 

Gestützt auf das Vorkommen eines Ligam. teres sessile femoris, beim Tapir, Seehund und auf einen analogen Befund bei einem menschlichen, mehrfach missbildeten (Luxatio congenita) 7monatlichen Fötus, ist Welcker geneigt diese Beobachtungen auf die Entwicklung des runden Schenkelbandes beim Menschen zu übertragen. Er meint, dass das Lig. teres femoris durch Einwanderung gewisser extracapsulärer Bandfasern in das Innere der Hüftgelenkskapsel entsteht, oder wie er es jüngst bezeichnet: „als ein inneres Sichloslösen eines der Wandung der Höhle selbst angehörigen Theiles.“ Er fügt aber noch hinzu „dass die Bildung des Lig. teres beim Menschen nicht bloss auf jenem bei Thieren beobachteten pilasterförmigen Einrücken beruht, sondern dass der femorale Abschnitt des Pilasters sich von der Fläche des Kopfes - auf welchem derselbe ursprünglich festverwachsen aufliegt loszuheben hat. Im Gefolge dieser Loshebung dürfte dann auch die Fovea sich bilden.“

Es zeigt Fig. I das Hüftgelenk eines 1-5 Ctm. langen Kaninchenembryo. – Wir sehen, wie in dem breitesten dem Schenkelkopf näher gelegenen Abschnitt der Zwischenzone die Höhergestaltung der hier vorfindlichen embryonalen Rundzellen rasch platzzugreifen beginnt; die Zellen erhalten nach einer oder zwei Richtungen sich verlängernd eine längliche spindelförmige Gestalt, während gleichzeitig das Auftreten einer Intercellularsubstanz bemerklich ist. Die charakteristische Anordnung der Zellenzüge, die der Convexität des Kopfes folgende Verlaufsrichtung von vorne unten nach hinten und die nach dieser Richtung erfolgende Breiten abnahme, lässt es kaum bezweifeln, dass wir das Band im ersten Entwicklungsstadium vor uns haben. – Bei starker Vergrösserung sieht man an demselben Präparat, dass der Schenkelkopf zu dieser Zeit der histologischen Sonderung noch eine Bedeckung von mehreren Reihen der ursprünglichen Bildungszellen besitzt, als Ausdruck der Grenze der Gewebsumwandlung. – Indem nun diese für die Accessionen des primären Kopfes eintretenden Bildungszellen proliferiren und ihre Umwandlung zu lanzettförmigen, platten Zellen etc. beginnen, wird der Uebergang dieser in jene der Bandelemente ein so allgemeiner, dass trotz des Auftretens fibrillarer Grundsubstanz bei letzteren eine Unterscheidung kaum möglich wird.

Dieses Spindelzellengewebe vollendet seinen typischen Entwicklungsgang, indem es noch anfangs ein zellenreiches, faseriges Bindegewebe (Fig. IV Lt) repräsentirt, das neben den gewöhnlichen Bindegewebskörperchen selbst noch zahlreiche, eingestreute Knorpelzellen besitzt, bis es endlich den Charakter des Sehnengewebes erlangt, wie es zur Zeit der Geburt angetroffen wird.

Die femorale Insertion des runden Schenkelbandes in Fig. III Lt, das Hüftgelenk eines menschlichen Embryo von 2-2 Ctm. Länge darstellend, zeigt die bedeutende Abflachung des Kopfes in der Gegend des Umbo; der Schnitt legt die Fovea capitis (Fig. III F) in ihrer ganzen Tiefe bloss und zeigt ihre Ausfüllung durch die Bandelemente. Bei starker Vergrösserung sieht man hier sowohl wie auch bei Kaninchen embryonen (16.-20. Tag), welche diesem Entwicklungsstadium entsprechen, dass faseriges Bindegewebe, ferner deutlich differenzirte Knorpelzellen und Uebergangsgebilde von Bildungszellen zu Knorpelzellen, ohne genau zu ermittelnde Grenzen in einander übergehen.

Wir kämen in Gefahr uns einer argen Täuschung hinzugeben, wenn ein den centralen Theil des runden Bandes blosslegender Schnitt von Kaninchenembryonen des vorerwähnten Alters uns vorläge. Eine den ganzen Verlauf des Bandes, bis in die Fovea capitis hinein einnehmende von dichten Faserzügen begrenzte Gewebszone von verschiedener Breite könnte uns bestimmen, das Band vorwiegend aus den hier vorfindlichen Elementen zusammengesetzt zu halten. sind zumeist rundliche oder ovale Zellen kleinster Bildung von enorm dichter Anordnung; die Agglomeration und die dunkle Färbung lässt das Vorhandensein sowie die Beschaffenheit der Intercellularsubstanz nicht verkennen.

Aus diesen Zellen wird wohl später das zarte, gallertige und perivasculare Bindegewebe der centralen Partie des runden Bandes. - Paletta (1) beschreibt das Band beim 7-8monatlichen Fötus und sagt: Die zwischen den drei Bündeln befindliche kleine Höhle ist

gegen die Pfanne und das Querband weiter, verengt sich aber gegen den Kopf hin und ist also kegelförmig. „Die erwähnte Höhle wird deutlich, wenn man die äusseren Hüftbeinmuskeln entblösst, das Zellgewebe im Umfange des Hüftbeinloches trennt und nun eine dünne Sonde bis zum Oberschenkelkopf einschiebt”. 

1) „Exercitiones pathologicae” Mediol. 1820 pag. 69. Meckel's Arch. 6. Bd. pag. 341. 

Das Band besitzt auch im Embryo eine breite Insertion an der Pfanne und ein verschmälertes Femurende. – Einen Zusammenhang mit den Längsfasern der Kapsel im Sinne eines wandständigen Ligamentes konnte ich niemals, hingegen den Uebergang einzelner Faserzüge in die den Schenkelhals bekleidende Umschlagstelle der Hüftgelenkskapsel an entsprechenden Schnitten leicht constatiren. - Die im Inneren des Hüftgelenkes vorhandenen zum Gebiete der Art. und Ven. obturatoria gehörenden Gefässe sind bei manchen Embryonen, bei weissen Mäusen und dem Meerschweinchen auffallend frühzeitig zu sehen und liefern durch ihre natürliche Füllung schöne Bilder. Bei 16-18 Tage alten Kaninchen embryonen liegen in der Nähe der Fovea capitis sowohl oberflächlich als auch in der Substanz des Bandes eingelagert zahlreiche zierliche Gefässschlingen, welche theils in den knorpeligen Gelenkskopf eintreten, theils auf der Oberfläche desselben sich mit langgestreckten Schlingen verästigen. – Vereinzelte Gefässe treten auch im Verlaufe des Bandes zu Tage. – Der frühzeitig die Substanzanlage der unteren Extremität durchziehende Nervenstamm gab keine an und in das Gelenk verfolgbaren Zweige ab.

Sobald die Accessionen von Bildungszellen ihre Umwandlung in die abgeplatteten Knorpelzellen des Femurgelenksknorpels vollendet haben, liegt für die Loslösung des Bandes kein Hinderniss mehr vor.

Dieses bei der Anlage und Entwicklung des Lig. teres soeben beschriebene Verhalten der Zwischenzone lässt sich mit Modificationen von untergeordneter Bedeutung, welche die Oertlichkeit und die paarige Anlage erfordern, auch auf die Lig. cruciata des Kniegelenkes übertragen.

Die am Menschen zu beobachtenden Varianten, das fehlende und das sessile runde Schenkelband, sind wohl Beispiele von vererbter Thierähnlichkeit und haben mit dem typischen Entwicklungsmodus nichts gemein; zum Theil stehen sie in naher Beziehung mit der Bildung der Synovialmembran.

Ich unterliess es bisher jener mit den Knorpelelementen des Pfannenrandes und der perichondralen Bekleidungsschicht des Darmbeins in Continuität stehenden, nach der Oberfläche der Darmbeinanlage und der Pfannenhöhle sich fortsetzenden Anhäufung von Bildungszellen Erwähnung zu thun, aus welchen das Labrum cartilagineum (Fig. III und IV L) der Pfanne hervorgeht. - Die etwas hellere Carminfärbung, die concentrische Anordnung der zerstreuten oder in Gruppen beisammenliegenden, durch reichliches Dazwischentreten von Intercellularsubstanz getrennten Zellen, die alsbald fibrilläre Umwandlung der ersteren, sind die histologischen Merkmale dieses Gewebes. Hierzu kommt noch der charakteristische Zusammenhang mit den senkrecht verlaufenden Fibrillenzügen der primären Kapselwand. Im Limbus menschlicher Embryonen bis zu 2 Monaten und Kaninchenembryonen bis zum 18.-20. Tag sind weder Uebergangsgebilde zu Knorpelzellen, geschweige denn ausgebildete Knorpelelemente auffindbar.

Bevor ich den Beweis für den secundären, capsulären Ursprung des Labrum cartilagineum der Pfanne antrete, will ich die Beschreibung der Entwicklung des Zwischengelenksknorpels der Tibia vorausschicken, weil diese unter viel einfacheren und für die Beobachtung günstigeren Verhältnissen stattfindet.

In Luschka's Monographie über „Die Halbgelenke etc." findet sich folgender Passus: Beim Kniegelenk schienen mir die Cartilagines falcatae als eine secundäre, von der Kapselmembran ausgehende Formation aufzutreten. Henke und Reyher sagen ausdrücklich bei Beschreibung des Kniegelenkes 6-8wöchentlicher menschlicher Früchte die Menisken sind noch nicht angelegt, die Patella wohl.”

In Fig. V ist ein dem Kniegelenke eines 18 Tage alten Kaninchenembryo entnommener Schnitt abgebildet. – Das durch die Flexionsstellung bedingte Abstehen der embryonalen Gelenkenden von einander (die Stellung ist etwa die eines nach hinten subluxirten Gelenkes) erleichtert an diesem Orte die Untersuchung erheblich. – Die ungleich entwickelten und gerundeten Condylenknäufe des Oberschenkels (Fig. V F) fassen eine tiefe Incisura intercondyloidea (Fig. V J) zwischen sich; die Anlage der Tibiaknorren (Fig. V T) ist auffallend breit und lässt die Eminentia intercondyloidea (Fig. V E) stark hervortreten. Die sich umschlingenden Kreuzbänder (Fig. V Lc) treffen wir in weit vorgeschrittener Entwicklung. – Die embryonalen Gelenksenden bedeckt ein durch Carmin tiefroth gefärbter, aus mehreren Schichten eines Spindelzellengewebes bestehender Saum (Fig. V S). – Die perichondralen Bekleidungen des Femur und der Tibia (K K) gehen in continuirlichem Zuge über das Gelenk hinweg; von der Innenwand dieses wohl schon als Kapsel anzusprechenden Gewebes, schiebt sich jederseits ein im Durchschnitte dreieckiges, pyramidales Gebilde (Fig. V Zw. Zw,.) in das Kniegelenk, die capsuläre Anlage der Cartilagines falcatae, ein. Die obere, den Femurcondylen zugewendete Seite derselben ist concav, die untere tibiale flach und eben. – Der Lage nach näher den Tibiacondylen ohne ihnen jedoch aufzuliegen, ragen sie sehr verschmälert weit hinein in das Innere des Gelenkes, ohne sichtbare intercondyläre Insertion. – Die histologische Zusammensetzung aus kleinen, rundlichen oder ovalen stark lichtbrechenden Zellen und Kernen, welche in überwiegender und deutlich fibrillärer Grundsubstanz zerstreut oder gruppirt liegen, ferner der innige Zusammenhang mit dem noch zellenreichen, aus dichten, derben, senkrecht verlaufenden Fibrillenzügen bestehenden Kapselgewebe, sind die charakteristischen Merkmale des Zwischengelenksknorpels dieser Zeitperiode.

Die gleichartige Entwicklung bezeugenden gemeinschaftlichen Eigenschaften beider Gebilde des – Labrum und der Cartilagines falcatae sind enthalten: in der vollkommen gleichen histologischen Zusammensetzung des Gewebes und dem gleichen Verhalten gegenüber dem primären Kapselgewebe. – Nur bezüglich der Localität macht sich eine Modification geltend, durch welche das einfache Bild der capsulären Anlage wie es uns am Meniscus des Kniegelenkes entgegentritt, am Limbus alterirt wird. Der künftige Faserknorpel der Pfanne ist nämlich gleich bei der Anlage, entsprechend seiner das Acetabulum completirenden Bestimmung dem Pfannenrande aufgestülpt; seine Zellen lagern sich concentrisch und übergehen ohne deutliche Abgrenzung in die Knorpelelemente des Pfannenrandes.

Bei 18-20 Tage alten Kaninchenembryonen ragt die grosse Synovialfalte, das Lig. mucosum des Kniegelenkes in Gestalt einer kuppelartigen Vorwölbung mit verbreiterter Basis, weit in des Gelenksinnere hinein. Es besteht aus rundlichen oder ovalen kernhaltigen Zellen mit homogener Intercellularsubstanz und wird von zahlreichen Capillaren und selbst grösseren Gefässen durchzogen.

Wir haben die Leistungen des Gewebes der Zwischenzo ne am embryonalen Hüft- und Kniegelenk mit Aufmerksamkeit verfolgt und konnten im Gefolge der beobachteten Wandlungen derselben den typischen Vorgang der Spaltbildung – den Uebergang aus dem mit der Syndesmose vergleichbaren Zustand in einen der Amphiarthrose entsprechenden, allemal constatiren. – In die Zeit der Diarthrosenbildung, der Entwicklung einer gefäss- und nervenreichen, zottentragenden Synovialmembran erstreckten sich unsere Untersuchungen nicht.

Im Anschluss an Luschka weist auch Hueter (1) den Zwischenzonen eine vorwiegend passive Rolle zu, indem beide beim Vorgang der Gelenksbildung einen von der Mitte ausgehenden allmälig gegen die Peripherie fortschreitenden Verflüssigungsprocess, welcher sowohl die Zellen als auch die Intercellularsubstanz betrifft, beschrieben. – Es ist bei Luschka der Schwund, die Einschmelzung dieser Masse noch während des fötalen Lebens ein gesetzmässiger Typus für die Entwicklung von Hohlgelenken, doch traf er mehrmals längere Zeit nach der Geburt an diesen Gelenken auf dem Knorpel noch einen Rest jener ursprünglichen Masse; bei anderen Gelenken trägt sie hinwieder den Charakter der Solidität in sich und behält diesen während des ganzen Lebens; z. B. bei den Synarthrosen.

Wenn wir uns nun die Frage über die Bestimmung und die Art der Verwendung der Zwischenzonen bei der Entwicklung des Hüft- und Kniegelenkes vorlegen, so lautet die Antwort:

„Die Zwischenzonen dieser Gelenke enthalten das Bildungsmaterial: erstens für die Accessionen zur Configuration der primăren Gelenksenden, zweitens für die Bildung des bleibenden Knorpelüberzuges der Gelenke und drittens für den hier vorfindlichen intraarticulären Bandapparat. - Der Limbus cartilagineus der Pfanne, die Cartilagines falcatae des Kniegelenkes sind secundäre, capsuläre Anlagen.”

1) „Klinik der Gelenkskrankheiten” etc. Leipzig 1870. 

Zur Erklärung der Abbildungen.

Fig. I. Hüftgelenk eines Kaninchen embryo, 1.5 Ctm. lang.
Lt = Anlage des Lig. teres;
Fig. II. Hüftgelenk eines menschlichen Embryo 2 Ctm. lang.


Fig. III. Ein Stück der knorpeligen Pfanne mit der Fossa acetabuli, die Insertionsstelle des Lig. teres, mit der Fovea capitis zeigend; menschlicher Embryo von 2.2 Ctm. Länge.
Lt = Lig. teres;
Fig. IV. Dem Hüftgelenke eines zweimonatlichen und 2.2 Ctm. langen menschlichen Embryo entnommener Schnitt.
Lt = Lig. teres;
Fig. V. Durchschnitt aus dem rechtsseitigen Kniegelenke eines 18 Tage alten Kaninchen-Embryo.
Lt = Lig. teres;

  


External links

Schuster H. Zur Entwicklungsgeschichte des Hüft- und Kniegelenks. Mittheilungen aus dem embryol. Institut zu Wien. Bd. I. Wien: W. Braumüller, 1880; 199-212. [books.google]

Authors & Affiliations

H. Schuster

Embryological Institute of the Imperial-Royal University in Vienna 

Keywords

ligamentum capitis femoris, ligamentum teres, ligament of head of femur, anatomy, animals, embryology, development

                                                                     

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  The monograph  Arkhipov S.V. Human Children: The Origins of Biblical Legends from a Physician's Perspective. An essay with references to interactive materials. 2nd revised and expanded edition. Joensuu: Author's Edition, 2025. [In Russian].  The monograph dates the writing of the Book of Genesis and the events depicted in it, as well as refutes the authorship of Moses. I offer mutually beneficial cooperation (50/50) in literary translation into English or native language. Proofreading of machine translation and cooperation in editing are expected.  Requirements for co-author: 1. Native speaker 2. Experience as a writer. E-mail: archipovsv(&)gmail.com Annotation The first version of the Book of Genesis appeared in Ancient Egypt approximately 3,600 years ago, during the Hyksos period. The work was conceived as a fairy tale epic. An unknown physician-encyclopedist, who is also presumed to have authored the Edwin Smith Papyrus, played a role in its composition...

A FORCE THAT HELPS ROTATE THE PELVIS

   A force that helps rotate the pelvis when walking. Modeling the key movement of the ligamentum capitis femoris when walking (the simplest but most visual experiments). See: https://kruglayasvyazka.blogspot.com/2024/05/blog-post_29.html #ligamentum_teres   #ligamentum_capitis_femoris   #hip   #biomechanics    Publication in the facebook group 03/24/2025.                                                                                                                     BLOG CONTENT NEWS AND ANNOUNCEMENTS FACEBOOK

2020ArkhipovSV_ProlyginaIV

  Ancient Textual Sources on Ligamentum Teres: Context and Transmission S.V. Arkhipov, I.V. Prolygina   KEYWORDS: ancient medicine; ancient traumatology; Galen; Hippocrates; hip joint; ligamentum capitis femoris; ligament of head of femur; ligamentum teres. SUMMARY Background. One of the least researched anatomical structures of the human body is the ligament of head of femur, most often referred to as ligamentum teres. The history of the nomination of this term, medical contexts of its use, the etymology and the first synonyms (Figure 1) are not sufficiently understood. Purpose. The purpose of the article is to present the most complete collection of evidence from ancient medical authors about the term ligamentum teres, trace the history of its nomination and analyze the gradual changes in the level of knowledge about the anatomy, mechanical and geometric properties of this structure, its pathology and treatment methods. Methods. The study is based on an inter...

EXTERNAL LIGAMENTS & LCF

  external ligaments & LCF First experiments to study the interaction of the external ligaments and the ligamentum capitis femoris in a model: https://kruglayasvyazka.blogspot.com/2024/06/blog-post_6.html Pathological consequences of lengthening of the ligamentum capitis femoris: https://kruglayasvyazka.blogspot.com/2024/06/blog-post_63.html   norm: https://kruglayasvyazka.blogspot.com/2024/06/blog-post_50.html   #ligamentum_teres   #ligamentum_capitis_femoris   #hip   #biomechanics    Publication in the facebook group 03/27/2025.                                                                                                                     BLOG CONTE...

1956SingerCJ

Fragment from the book Singer CJ (Ed., trans.). On anatomical procedures: De anatomicis administrationibus (1956). Galen writes about the high resiliency and hardness of ligamentum capitis femoris (LCF), and also notes its connective function. See our commentary at the link: 1956SingerCJ [Rus], and  2020ArkhipovSV_ProlyginaIV .  Quote. p. 55. [Eng] On anatomical procedures; Book II. Chapter 10. As with the arm you examined the ligaments of the bones, so now examine those of all the exposed joints and first of the hip. This has one ligament embracing it [capsular ligament], as with all joints. A second, hidden in the depths of the joint [ligamentum teres], ties the head of the femur to the hollow in the hip-bone [acetabulum]. It is so tough that it could be called a 'cartilaginous sinew'. (Transl. by Ch. Singer; original source: 1821KühnCG ). External links Singer CJ (Ed., trans.). On anatomical procedures: De anatomicis administrationibus. London, New York, Toronto: P...

INFERIOR PORTAL FOR HIP ARTHROSCOPY

  Combined PDF version of the article: Arkhipov SV. Arkhipov SV. Inferior Portal for Hip A rthroscopy: A Pilot Experimental Study. This page contains a photocopy of the publication. The links for downloading the PDF version and the addresses of the online versions are given below.  The original in Russian is available at the link: Нижний портал для артроскопии тазобедренного сустава . 

FACEBOOK

  FACEBOOK (publications in the group LIGAMENTUM CAPITIS FEMORIS and this social network) A FACEBOOK section has been created (About publications in this social network). FACEBOOK GROUP  On creating a group.  OLDEST SYNONYMS  Post in Facebook groups. Planar models of the hip joint   Post in Facebook groups. The loading acting onthe femoral head   Post in Facebook groups. Visualization of the LCF by the medial approach   Post in Facebook groups. A FORCE THAT HELPS ROTATE THE PELVIS   Post in Facebook groups.  FIRST EXPERIMENTS ON A MECHANICAL MODEL   Post in Facebook groups. HIP JOINT MODEL WITH LCF ANALOGUE   Post in Facebook groups. EXTERNAL LIGAMENTS & LCF   Post in Facebook groups.  BIOMECHANICS OF THE HIP JOINT WITHOUT LCF   Post in Facebook groups. F. Pauwels vis-à-vis S. Arkhipov ☺   Post in Facebook groups.                           ...